Wanda Czelkowska

Wanda Czelkowska · Absolute Elimination der Skulptur als Formbegriff, 1972/1995/2023, 66 Betonplatten, 66 Leinwände, 66 Glühbirnen, Nachlass der Künstlerin. Foto: Federico Sette

Wanda Czelkowska · Absolute Elimination der Skulptur als Formbegriff, 1972/1995/2023, 66 Betonplatten, 66 Leinwände, 66 Glühbirnen, Nachlass der Künstlerin. Foto: Federico Sette

Hinweis

Wanda Czelkowska

Susch — Sie propagierte die Abschaffung der Skulptur als starren Formbegriff, legte 66 monumentale Betonplatten ins Museum und hängte in der gleichen Anzahl Leinwände mit Glühbirnen darüber. Die polnische Bildhauerin Wanda Czelkowska (1930–2021) war unabhängig und selbstbestimmt – wie ihre Katze. Das Haustier taucht im Muzeum Susch wiederholt auf, genauso wie die rätselhafte Zahl 66. Ebenso spielerisch kommt die Aufforderung daher, man möge sich eingangs der Schau an den Tisch neben drei raubeinige Gipsfiguren stellen und mitmachen bei deren Kartenspiel. Ein Frühwerk. Die in Vilnius aufgewachsene und in Krakau ausgebildete Künstlerin war von der Idee beflügelt, dass das Denken die Hauptquelle aller Kunst ist. Deshalb formte sie monumentale Gipsköpfe, die sie wie Schachfiguren auf einen überdimensionierten Tisch stellte. Eine Fotografie, auf der sie ihren eigenen Kopf in transparentes Tuch wickelt und die Hände wie im Würgegriff um den Hals hält, erinnert an ihr Künstlerinnenleben: kreativ – und dennoch eingeschränkt in ihrem Tun. Als Mitglied der Krakauer Avantgarde realisierte sie Ausstellungen in Polen und einige wenige im Ausland. Man dankte es ihr spät. Erst im Alter von 86 Jahren wurde sie mit einer Retrospektive im Warschauer Nationalmuseum geehrt. 

Bis 
26.11.2023
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Wanda Czelkowska 01.10.202326.11.2023 Ausstellung Susch
Schweiz
CH
Künstler/innen
Wanda Czelkowska
Autor/innen
Feli Schindler

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