Émilienne Farny

Émilienne Farny · L’homme qui ne va nulle part, 1989, Acryl auf Leinwand, 120 x 162 cm, Musée d’art de Pully. Foto: Genoud Arts graphiques

Émilienne Farny · L’homme qui ne va nulle part, 1989, Acryl auf Leinwand, 120 x 162 cm, Musée d’art de Pully. Foto: Genoud Arts graphiques

Hinweis

Émilienne Farny

Pully — Fast zehn Jahre nach ihrem Tod wird der Kunst von Émilienne Farny (1938–2014) endlich eine Retrospektive gewidmet. Die umfassende Schau des Kunstmuseums Pully bietet eine einzigartige Möglichkeit, alle Facetten des Werks der Waadtländerin zu entdecken: Von den Baustellenansichten, die sie in den 1960ern in Paris im Stile der Pop Art realisierte, über Details der städtischen Umgebung bis hin zu Ausstellungseröffnungen (Serie ‹Vernissages›); von Schneelandschaften, in denen die Zeit stillsteht, bis hin zu Porträts – vor allem von Männern –, die an Hopper erinnern, bleibt Farnys Œuvre einzigartig. «Meine Welt ist die alltägliche Schönheit, die ich in ihrer Objektivität malen möchte», sagte die Malerin, die jeweils Alltagsszenen fotografierte, von denen sie später im Atelier sorgfältig vereinfachte Versionen malte. «Ihre Kunst ist dennoch nicht fotorealistisch», sagt der Kunsthistoriker und ehemalige Partner Michel Thévoz. Zwischen ihr und dem fotografierten Objekt besteht eine gewisse Distanz, die immer spürbar ist. Wie in ihrer berühmten Serie von Häuseransichten ‹Le bonheur suisse›, die sie 1972 nach ihrer Rückkehr in die Schweiz malte. Nicht immer fühlt man sich beim Betrachten wohl, im Hintergrund dieser stillen und fast banalen Bilder herrscht eine gewisse Spannung. Farny verstand es, Atmosphäre zu schaffen.

Bis 
03.12.2023
Ausstellungen/Newsticker Datum Typ Ort Land
Émilienne Farny 08.09.202303.12.2023 Ausstellung Pully
Schweiz
CH
Autor/innen
Ingrid Dubach-Lemainque
Künstler/innen
Émilienne Farny

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